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"Liebe ist das Brot, das sich vermehrt, wenn man es mit offenen Händen verschenkt"
(Mutter Teresa)

Ehrenamtliche Mitarbeiter der Rüsselsheimer Tafel (in der Mitte: der katholische Pfarrer Michael Eich; hinten links außen: der evangelische Pfarrer Kurt Hohmann) Die Rüsselsheimer Tafel als ökumenisches Projekt der kath. und ev. Kirche in Zusammenarbeit mit der Caritas versucht, diese Aussage von Mutter Teresa mit Leben zu füllen. Viele Menschen unserer Stadt und Umgebung tun sich aufgrund ihrer finanziellen und sozialen Situation sehr schwer, sich über dem Wasser zu halten. Im gleichen Zug werden täglich in unseren Lebensmittelmärkten überschüssige Nahrungsmittel vernichtet.

"Hier können wir als Christen nicht tatenlos zusehen", dachte ich mir und rief in Zusammenarbeit und Absprache mit Kurt Hohmann, dem Pfarrer der evangelischen Stadtkirchengemeinde und der Caritas im Frühjahr 2004 die "Aktion Brosamen" ins Leben. Nach einem ersten Aufruf für alle interessierten Helfer und Helferinnen waren sogleich 30 Ehrenamtliche bereit, künftig mit zu helfen. Nach einer Probephase merkten wir alle sehr schnell, dass dieses Hilfsabgebot gut angenommen und sogar auch von den Lebensmittelmärkten und Bäckern gerne mitgetragen wird. Es war sinnvoll sich dem Verband der "deutschen Tafel e.V." anzuschließen, da wir dadurch noch weitere Sponsoren finden konnten. Dies geschah im Herbst des gleichen Jahres.

Die "Rüsselsheimer Tafel" ist eine von vielen Not-Wendigen Antworten auf die Frage, die auch bei uns immer mehr Menschen stellen: "Können Sie mir helfen?"

Wir helfen nicht nur, die materielle Not etwas zu lindern. Wir geben mit Hilfe von Sozialarbeitern der Caritas, die bei jeder Ausgabe anwesend sind, auch Antworten die der Seele gut tun und die unter Umständen auch weitertragen, wenn es um Amtshilfe und ähnliches geht.

Die "Rüsselsheimer Tafel" ist gleichzeitig auch ein positives Zeugnis der christlichen Kirchen, denn sozial-caritatives Tun ist eine ihrer tragenden Säulen. Ich bin dankbar für die vielen ehrenamtlichen Frauen und Männer, die sich hier engagieren und einen Teil ihrer freien Zeit zur Verfügung stellen. Ich bin auch dankbar all den Sponsoren, die materiell und finanziell die Tafel unterstützen. Ich bin vor allem dankbar für viele leuchtenden Gesichter der Empfänger, wenn sie ihre Lebensmittel mit nach Hause nehmen, denn diese Gesichter strahlen zurück. Das ist doch schon was! Oder?

Michael Eich, Pfarrer

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